• Cornelia Krsnjavi

Kreatives Leben

"Ein kreatives Leben bedeutet nicht nur zu basteln, malen, schreiben oder sich anderweitig kreativ auszudrücken. Es bedeutet in erster Linie Dinge aus verschiedenen, ja kreativen Blickwinkeln zu betrachten. Es bedeutet die kleinen und grossen Dinge im Leben wahrzunehmen und ihre Essenz des Daseins und deren Schönheit zu erkennen."

Hallo und herzlich Willkommen zu meinem Blog - das kreative Leben. Ja, ich habe meine kreative Passion in der Fotografie gefunden. Doch die Fotografie alleine ist nicht das Einzige was mein kreatives Leben ausmacht. Obwohl ihr hier viele Tipps, Tricks und Erklärungen zur Fotografie finden werdet, ist dieser Blog eine Sammlung meiner kreativen Ideen, Ausdrucksweisen und meiner Art die gewöhnlichen Dinge auch mal etwas anders zu betrachten.


Mindestens einmal im Monat findet ihr hier die neusten Beiträge zum Thema Fotografie, deren Branche, Bildbearbeitung, Fotointerpretationen oder auch einfach kreative Dinge, wie ich meinen Alltag als Mama, selbstständige Fotografin und angestellte Schulfotografin unter einen Hut bringe.


Als Mama ist so gut wie jeder Tag eine kreative Herausforderung - da kann mir bestimmt jedes Elternteil zustimmen. Durch meine Kinder habe ich gelernt, mit den Dingen die mich umgeben, die wir alltäglich sehen oder nutzen, neu zu betrachten. Und ich denke, dass wir alle, diesen Aspekt in uns tragen. Auf einmal sah ich auf jedem Spaziergang, beim Einkaufen, ja sogar bei den Hausaufgaben machen wundersame und einzigartige Dinge, die mir vorher schlichtweg nicht aufgefallen sind. Angefangen beim kleinen Kieselstein an der Hausecke des Nachbarn, der unaufhörlich und beständig seinen Platz an der Ecke einnimmt, der einzigen weissen Mohnblume im Meer ihrer roten Geschwistern bis hin zu den fast fremdsprachig anmutenden Kritzeleien der Langeweile am Rand des A4 Blattes mit immer noch ungelösten Rechenhausaufgaben.


Und so kam es auch, dass ich das Foto für diesen ersten Beitrag an einem ganz normalen, etwas nebligen Tag mit meinem Smartphone machte.



Die Szenerie an diesem Tag war ohnehin schon sehr mystisch. Als aber dann dieser eine Baum meine Aufmerksamkeit auf sich zog, sah ich bereits welches Potential dieser eine Moment inne hatte - darüber aber später etwas mehr.


An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich für meine Smartphone Fotos keine zusätzlichen Apps benutze und nur die Kamera internen Optionen zur kreativen Gestaltung des Fotos an sich verwende. Ich weiss, es gibt tausende fantastische Apps, die die Smartphone Fotografie beinahe schon revolutioniert haben. Und interessanterweise springen auch die Smartphone Hersteller immer mehr auf diese kreativen Tools auf und integrieren mit jeder neuen Smartphone Generation noch mehr Funktionen in den Basis Kamera Verarbeitungsprozess. Sollte ich trotzdem für ein Foto auf eine App zurückgreifen, werde ich diese hier natürlich auch erwähnen.


Einige Tage später habe ich mich dann dem Foto angenommen um Schritt für Schritt aus dem Rohmaterial das Bild zu kreieren, das ich an diesem Tag sah.


Als erstes habe ich die etwas störenden Zaunpfosten herausretuschiert, da ich den Fokus des Bildes explizit auf den Baum richten wollte. Ich habe den Kontrast etwas erhöht, den Farben etwas mehr Lebendigkeit verliehen und die ganzheitliche Temperatur des Bildes ein klein wenig erhöht.




Bereits kleine kaum merkbare Retuschen gaben dem Bild so noch mehr Tiefe.


Der nächste Schritt war es nun mit einzig und allein einfachen Farbverläufen, Farbtemperatur Anpassungen in verschiedenen Bereichen des Bildes dieses mystische Gefühl zurückzuholen, das damals in dem Moment so präsent war.




Die hauptsächlich ausstrahlende Energie des Bildes hatte sich nun komplett verändert, im Vergleich zu den beiden vorangehenden Bearbeitungsschritten. Das Bild hatte nun etwas nostalgisches, kaum fassbares. Als wäre ein Geschichte an diesem Ort verborgen die noch unentdeckt schlummert.

Doch das Bild benötigte mehr Leben, mehr Hoffnung, mehr Raum um die Schönheit des Moments wirklich widerspiegeln zu können. So entschied ich mich aus meiner Fotosammlung ein Bild mit hellerem Himmel und Wolken einfliessen zu lassen. Was danach entstand war genau das Bild, das ich damals als das Foto entstand vor meinem inneren Auge aufgetaucht war:




Die Furchen in der Erde zeigen die Narben die wir alle in unserem Leben erfahren. Und trotz Verletzungen gedeiht die Natur, der Baum als Zeichen von Sehnsucht und immerwährende Stabilität zwischen Hoffnung und Trauer. Manchmal blicken wir melancholisch zur Vergangenheit wie der untere Teil des Bildes, gelblich und rötlich gehalten wie eine uralte Fotografie oder von einer Sofortbildkamera. Der Himmel, energetisch, der die Zukunft symbolisiert mit all den noch möglichen Errungenschaften die vor uns liegen wie die nicht ganz sichtbaren Sternen im Bild.


Ja, ein ganz normaler etwas nebliger Tag. Und gerade jetzt, nach einem unglaublich stürmischen Jahr 2020 waren und sind es diese Momente auf die wir achten müssen. Lasst Euch nicht durch den Nebel des Chaos um uns herum vergessen, wie einzigartig und schön das Leben an sich ist. Und auch wenn es manchmal ausweglos erscheint, als wäre alles zu viel, als wären die Narben zu tief, wir werden alle weiter wachsen und gedeihen.


In diesem Sinne wünsche ich Euch Allen ganz viel Kraft und Liebe für den Start ins 2021, bleibt Stark.


Eure Cornelia

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